Gastronomie eröffnen – Der ideale Start in 9 Tipps

Ein Restaurant zu eröffnen und somit selbstständig zu werden ist eine Entscheidung, die den wenigsten angehenden Restaurantbesitzern leichtfallen sollte. Erforderlich hierfür ist es nicht bloß viel Arbeit, Zeit und finanzielle Mittel in das Projekt zu investieren, sondern darüber hinaus auch Disziplin, Geduld und Durchhaltevermögen an den Tag zu legen. Allein der Wunsch danach eine Gastronomie eröffnen zu wollen reicht nicht aus. Wichtig ist es nämlich genauso eine klare Idee und Vorstellung für das Erfolgskonzept des Restaurants zu haben. Frühzeitige Vorbereitung und Planung werden damit essentiell! Damit auch Sie den perfekten Start in die Selbstständigkeit hinlegen, haben wir für Sie die 9 wichtigsten Tipps für die Eröffnung eines eigenen Restaurants zusammengestellt.

#1 – Der Standort Ihres Restaurants

Folgerichtig steht im Zuge der Planung also der erste Schritt für die Eröffnung eines Restaurants an – die Wahl des perfekten Standorts. So sollten Sie bei einem Restaurant in zentraler Stadtnähe darauf achten, dass Sie möglichst präsent für Fußgänger und Anwohner sowohl sichtbar als auch erreichbar sind. Außerhalb der Stadt sollte es einen Grund geben, der es Ihren Besuchern schmackhaft macht, auch etwas weiter rauszufahren. So sind vor allem „Unique Selling Propositions“ als auch gute Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten wichtig. Grundsätzlich sollten Sie sich mehrere Fragen stellen: Welche Besucher möchte ich mit meinem Konzept ansprechen? Wie hoch ist der Wettbewerb im gewählten Gebiet? Bietet sich ein Mittagsmenü für Mitarbeiter aus größeren Unternehmen in der Nähe an? Überlegen Sie sich also im Vorfeld gut, wo Sie Ihre Gastronomie eröffnen möchten!

 

#2 – Welche Identität verkörpern Sie?

Haben Sie sich für einen Standort entschieden, dann folgt im nächsten Schritt bereits die Planung des eigenen Konzepts. Welche Art von Restaurant möchten Sie eröffnen? Gibt es diese Art von Restaurant möglicherweise bereits in der Nähe? Und falls ja, wie kann ich mich davon absetzen? Klassisch bietet sich in den meisten Fällen die Ausrichtung auf die nationale Küche eines bestimmten Landes, wie Griechenland oder bspw. Italien an. Aber auch ein Fokus auf vegetarisch/vegane und vor allem gesunde Speisen kann Ihnen zum Erfolg verhelfen. Gerade diese beiden Bereiche sind momentan stark im Kommen. Wie Sie sich auch entscheiden, denken Sie daran: Das Konzept Ihrer Gastronomie sollte auch zu Ihnen passen! Denn nur wenn Sie sich mit Ihrem Restaurant identifizieren können, können Sie langfristig erfolgreich bleiben!

 

#3 – Namen bleiben in Erinnerung

Der wohl wichtigste Faktor, der zur eigenen Identität gehört ist wohl der Name des eigenen Restaurants. Dieser sollte nicht nur in den Köpfen Ihrer Besucher bleiben, sondern auch neugierig auf Ihre Speisen machen lassen. Der Name sollte Ihrem Gesamtkonzept entsprechen und daher vor allem auch auf Ihre Zielgruppe ausgerichtet sein. In vielen Fällen können schon die ersten Sekunden der Wahrnehmung eines potentiellen Gastes darüber entscheiden, ob er einen Blick in Ihre Speisekarte wirft, oder nicht – Und genau in diesem Zusammenhang wird der Name Ihrer Gastronomie immer zuerst wahrgenommen!

 

#4 – Eine Atmosphäre zum Wohlfühlen

Ist die Wahl für die konzeptuelle Ausrichtung Ihres Restaurants getroffen, sollten Sie sich Gedanken um die farbliche Gestaltung des Restaurants machen. Welche Farben passen besonders gut zu Ihrer Identität? Je nachdem, ob Sie eine familiäre und gemütliche Atmosphäre oder den Eindruck eines modernen Lebensstils vermitteln wollen, sollten Sie sich entsprechend entweder für warme oder kalte Farben entscheiden. Entscheiden Sie sich für die Farbgestaltung, die genau zu Ihrem Konzept passt!

 

#5 – Die Einrichtung macht’s

Ähnlich zur Farbgestaltung, sollten Sie auch bei der Auswahl der Ladeneinrichtung darauf achten, dass diese stimmig in Ihre Gesamtkonzept passen. Überlegen Sie sich einfach, welche Sitzmöglichkeiten Sie gerne in einem Lokal Ihres Formats vorfinden würden. Hier muss entsprechend eine Balance zwischen Praktikabilität und Komfort gefunden werden. Möbel mit höherem Komfort können bspw. deutlich kurzlebiger sein und gerade im Außenbereich kann sich die Wahl einer praktikableren Einrichtung lohnen, die im Zweifelsfall auch schwierigeren Witterungsverhältnissen standhält.

 

#6 – Optimale Nutzung der Räumlichkeiten

Es ist von größter Wichtigkeit, dass Sie sich abhängig von Ihren Räumlichkeiten, ein passendes Konzept für die Raumaufteilung Ihres Restaurants machen. Einfach nur Möbel in einen größeren Raum zu stellen, ohne diesen aufzuteilen, kann zu einer ungemütlichen Atmosphäre führen. Auf der anderen Seite hingegen kann ein zu stark aufgeteilter Raum auch erdrückend wirken. Schaffen Sie hier mit kreativen Ideen eine perfekte Balance aus Privatsphäre und „Freiheit“!

 

#7 – Dekorieren Sie passend

Neben der Wahl der Einrichtung, sind auch stimmige Dekorativelemente von größter Wichtigkeit. Nutzen Sie Bilder, Gardinen und Tischdecken, sowie farblich abgestimmte Vasen, Servierten- oder Speisekartenhalter. Gerade auch Speisekarten können Sie ebenfalls passend zu Ihrem farblichen Konzept gestalten. Wählen Sie passende Musik für die perfekte Wohlfühlatmosphäre in Ihrem Restaurant aus, sofern dies zu Ihrem Konzept passt. Schaffen Sie ein harmonisches Gesamtbild!

 

#8 – Achten Sie auf Mitarbeiterkleidung

Es ist nicht nur wichtig, die richtigen Mitarbeiter für Ihr Etablissement zu finden, sondern auch darauf zu achten, dass diese in passender Kleidung für Sie arbeiten. Grundsätzlich sollte die Arbeitskleidung der Mitarbeiter einen gepflegten und sauberen Eindruck machen. Auch Einheitlichkeit kann hier Professionalität und höheren Qualitätsanspruch bei Ihren Besuchern suggerieren. Die richtige Wahl des Designs bzw. der Farbgestaltung der Kleidung sorgt zudem für ein stimmigeres Gesamtbild.

 

#9 – Die Speisekarte als Ausdruck Ihrer Identität

Sowohl das Design der Speisekarte als auch die von Ihnen angebotenen Speisen, sollten Ihrem Gesamtkonzept entsprechen. Zudem liegen Sie meist im Vorteil, wenn Sie eine möglichst große Auswahl an Gerichten anzubieten haben, um ein möglichst großes Spektrum an Geschmäckern abzudecken. Ergänzend hierzu können Sie saisonale Speisen anbieten – potentiell in einem wechselbaren Teil Ihrer Speisekarte. Achten Sie auf gute Verständlichkeit, Rechtschreibung und Leserlichkeit der Karte. Vermeiden Sie nach Möglichkeit die alleinige Nutzung von Begrifflichkeiten für die Namen der Gerichte, die wenig über das eigentliche Gericht an sich aussagen. Wichtig: Bedenken Sie immer ausreichend Auswahl oder Gerichtsvarianten für vegetarische/vegane Besucher anzubieten!

 

 

Bildquelle Beitragsbild: Adobe Stock – olezzo

Winfried Lehnert

Leiter Vertrieb
Tel +49 89 746131-31
w.lehnert@niederberger-kramer.de

Wolfgang Mittermayr
Ladenbau- und Konzeptberatung
Tel +49 89 746131-50
w.mittermayr@niederberger-kramer.de

Bernadette Morandell
Gebietsverkaufsleitung Österreich & Südtirol
Tel +43 676 560 6222
b.morandell@niederberger-kramer.de